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Entführung und Krieg: Ein Sommer im Nahen Osten

Und plötzlich sprach keiner mehr über die Sommerhitze…
Es herrscht Krieg im Nahen Osten, mal wieder. Eine Zusammenfassung der Ereignisse – von der Entführung der Jugendlichen bis zur Operation „Fels in der Brandung“.

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Es begann Mitte Juni. Drei israelische Schüler Eyal Yifrah (19), Naftali Frenken (16) und Gilad Shaar (16) wurde auf dem Heimweg von ihren Talmudschulen im Westjordanland gekidnappt. Zunächst hofften alle, dass sie lebend gefunden werden.  Die israelische Armee startete eine Großoffensive im Westjordanland, man stritt sich über das Ausmaß der Suchaktion und fragte sich, ob Trampen – gerade im Westjordanland – nicht zu gefährlich ist.

Auch die Eltern der drei Jugendlichen hofften und kämpften, immer wieder trat vor allem Rachel Frenkel vor die Fernsehkameras, mit dem Versuch eines Lächelns im Gesicht, voller Hoffnung. Die Mütter flogen sogar nach Genf, um vor dem UN-Menschenrechtsrat um internationale Unterstützung zu bitten. Dann folgte eine schlechte Nachricht auf die andere: Am Abend des 30. Juni wurden die drei Jungen tot aufgefunden – sie wurden wohl noch am Tag der Entführung im Auto erschossen.

Die Geschichte vom verlorenen Sohn, Tagesspiegel, 2. Juli 2014

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Hoffen und Kämpfen bis zuletzt: Die Geschichte der Familie Frenkel

Zwei Tage später zündeten rechte jüdische Radikale – wohl aus Rache – den arabischen Jugendlichen, Abu Khdeir (16) bei lebendigem Leibe in Jerusalem an. Überall im Land gingen arabische Israelis auf die Straße, es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Dann flogen Raketen aus dem Gazastreifen und Bomben aus Israel. Das Land war plötzlich mittendrin in der Operation „Protective Edge“ zu Deutsch: „Fels in der Brandung“.

Stimmen des Krieges, Tagesspiegel, 25. Juli 2014

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Drei Palästinenser im Gazastreifen erzählen über ihr Leben im Krieg.

Im Gazastreifen, wo es weder das Abwehrsystem noch Bunker oder Sirenen gibt, trafen die Bomben der israelischen Armee mehr und mehr Unschuldige, auch Frauen und Kinder. Wohnhäuser wurden zerstört, tausende Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Doch wohin in dem kleinen Landstreifen? In die überfüllten UNRWA-Schulen, zu Verwandten.

Die Farbe Rot, Tagesspiegel, 11. Juli 2014

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Leben im Raketenhagel. Eine Reportage aus Sderot im Süden Israels.

In den israelischen Ortschaften entlang des Gazastreifens blieben die Menschen in ihren Häusern, möglichst nahe an Bunkern und Schutzräumen, viele Kinder- und Jugendgruppen verlagerten die Aktivitäten in den Sommerferien in die zum Teil unterirdischen Bunker.

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Nir verteilt kleine Pakete an die Bunker in Sderot im Süden Israels, wo sich Jugendgruppen während der Sommerferien in Kriegszeiten treffen.

TLV1, July 2014. Schools out for summer: Vacation under fire

TLV1, August 2014. Raising Moral: David D’Or in Sderot.  

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Tsahi und Vanessa Michal mussten ihre Hochzeit kurzfristig in den Norden verlegen.

Einige israelische Paare entschieden sich, ihre Hochzeit zu verschieben. Denn im Umkreis von 40 Kilometern rund um den Gazastreifen durften sich nur noch Menschengruppen unter 300 Leuten versammeln – zu wenig für die meist sehr großen israelischen Hochzeiten.

Und sogar in Tel Aviv war der Krieg schnell angekommen: In den ersten Tagen der Operation „Fels in der Brandung“ flogen mehrere Raketen der Hamas auf die Stadt am Mittelmeer, später dann nur noch einmal am Tag, manchmal auch nur alle zwei Tage.

Meine Einschätzungen aus Tel Aviv für WDR 1 Live und SWR3.

WDR 1 Live: Raketenalarm in Tel Aviv 

WDR 1 Live: Ein Tag im Leben in Tel Aviv

SWR3: Fußballfieber trotz Raketenalarm

Domradio: Einschätzungen aus Israel

Raketenalarm am Strand, in den Cafés oder Zuhause, der laute Knall am Himmel, wenn Iron Dome die Raketen abfängt – für Tel Aviver und Touristen ein unangenehmes Gefühl, doch bei einer 95-prozentigen Abfangquote fühlten sich die meisten sicher – selbst die zahlreichen Berliner, die in Israel leben.

Berliner in Israel: Leben zwischen Alltag und Angst.
Tagesspiegel, 17. Juli 2014
 

Margret Müller.

Matthias Achenbach.

Birte Brodkorb.

 

 

 

 

Einer, der Israels Militäreinsatz europäischen Journalisten und damit auch ganz Europa erklären muss, ist ebenfalls ein ehemaliger Berliner: Der Pressesprecher der israelischen Armee Arye Sharuz Shalicar.

Seine Verwandlung. Tagesspiegel, 7. August 2014

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Mitte Juli dann ein kleiner Hoffnungsschimmer: Es kursierte das Gerücht, es könnte zu einem Waffenstillstand kommen. Doch in der Nacht zum 18. Juli begann die israelische Armee mit der Bodenoffensive, um die Tunnelanlagen der Hamas zu zerstören. Diese reichten kilometerweit bis in die Kibbuzim an der Grenze zum Gazastreifen. Diese Tunnel – hochprofessionell und mit Beton verkleidet – machten nicht nur den Leuten in den Dörfern im Süden Angst, sondern den meisten Israelis. Selbst für viele Linken im Land war es der Anlass, die Operation „Fels in der Brandung“ nicht mehr ganz so kritisch zu sehen. Die Mehrheit der Israelis befürwortete den Einsatz.

„Wir haben keine andere Wahl“, Tagesspiegel, 22.7.2014

Ungewöhnlich: Zum ersten Mal zogen sogar einige der christlichen Araber im Land auf die Straße, um für Israel, den Einsatz im Gazastreifen und gegen die Hamas zu protestieren:

TLV1, August 2014: Israeli-Arab Christians take to the streets of Haifa for an unusual protest

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Pater Gabriel Nadav (Mitte) aus Nazareth in Haifa bei einem Protest der Christen für Israel.

Doch bei all der Kriegsstimmung ließen sich auch einige – wenngleich wenige – positive Geschichten finden. Solche, die Hoffnung machen, dass im Nahen Osten doch noch ein Miteinander zwischen Israelis und Palästinensern möglich ist, dass der Hass noch nicht alle Teile der Gesellschaft erreicht hat und hier und da Araber und Juden noch Kontakt haben.

Herzenssachen. Tagesspiegel, 21. Juli 2014

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Im israelischen Holon werden palästinensische Kinder mit Herzfehler behandelt – auch in Kriegszeiten.

Zu zweit allein. Tagesspiegel, 5. August 2014

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Die eine wohnt im israelischen Netiv HaAsara, die andere in Gaza-Stadt. Mauern, Bomben und Rakten konnten die Freundschaft dieser beiden Frauen nicht verhindern.

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Unterm Regenbogen

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Gay Pride ist in Tel Aviv längst kein reines LGBT-Event mehr, sondern die Party der gesamten Stadt. Zaungäste: Fehlanzeige. Wer kommt, der tanzt, trinkt und singt mit. 130.000 Besucher zogen durch die Straßen, davon rund 30.000 aus dem Ausland. Tel Aviv hat es geschafft, zu einem Anziehungspunkt für Homosexuelle zu werden – mit seinen Gay-Bars und seinem Gay-Beach. Die ganze Stadt hat bereits Tage zuvor (Regenbogen-)Flagge gezeigt.

Die ganze Geschichte der verrücktesten Party des Jahres ist im Tagesspiegel erschienen und auf Englisch bei TLV1 Radio gelaufen.

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Erev Shavuot – Eine Nacht voller Geschichten und Gebete

K800_IMG_8610Shavuot – oder auch Schawuot – ist das Fest der Toragebung. Das jüdische Volk erinnert an diesem Feiertag daran, wie es von Gott die Zehn Gebote empfangen hat. Am Abend zuvor, dem Erev Shavuot, wird beim so genannten Tikkun bis zum Morgengrauen gebetet, studiert und diskutiert. 

Tel Aviv ist zwar bekannt dafür, dass es auch in allen anderen Nächten des Jahres nicht schläft – doch nicht, um zu Beten oder die Tora zu studieren, sondern um zu Feiern. In den vergangenen Jahren allerdings werden auch hier Tikkunim immer beliebter: So veranstalten auch Kulturzentren, säkulare Talmudschulen und sogar die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit einer liberalen Gemeinde Tikkunim. Mit Konzerten, sozial-politischen Podiumsdiskussionen und modernen Auslegungen religiöser Texte.

Für den israelischen Radiosender TLV1 war ich eine Nacht lang in Tel Aviv unterwegs. Was ich erlebt habe, ist hier nachzuhören.

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Der Papst kommt – und wird nicht von allen mit offenen Armen empfangen

Der Papst kommt nach Israel. Altstadt_von_SchmittSchule2Doch er ist von einigen nicht erwünscht – genauso wenig wie die anderen Christen im Heiligen Land:  Immer wieder werden Priester in der Altstadt Jerusalems bespuckt und Kirchenwände beschmiert. Selbst Pilger wurden in Galiläa bereits beschimpft. Im Vorfeld des Papstbesuches warnten Radikale auf Webblogs sogar vor dem angeblich „antisemitischen Papst“. Ein Stück über die derzeitige Lage der Christen im Heiligen Land ist im Tagesspiegel erschienen.

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Fashionweek in Ramallah

 Es könnte überall sein …

In einem Seitenraum des Mövenpick Hotels schlüpfen die Models an diesem Abend in Hochzeits- und Ballkleider. Sie haben Rouge und roten Lippenstift aufgetragen und ihre Haare mit viel Volumen frisiert. Ein Model aber hat ihre Haare unter einem Kopftuch versteckt, ihr Kleid verdeckt Hals und Arme. Es ist Fashionweek in Ramallah, der Hauptstadt der Westbank. Die meisten der rund zweieinhalb Millionen Menschen sind Muslime. Viel Haut ist deshalb hier nicht gerne gesehen.

Doch man sei hier in der Westbank lange nicht mehr so streng, wie noch vor einigen Jahren, sagen die Veranstalter der Fashionweek. Zwischen Tradition und Moderne – ein Radiobeitrag für WDR2 Weltzeit.

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Ein traumatisiertes Land

20140504_195650In Israel sind der Gedenktag an die gefallenen Soldaten und der Unabhängigkeitstag eng miteinander verknüpft: Während tagsüber noch die Sirenen zum Gedenken erklingen, beginnen abends bereits die ersten Partys.  Als David Ben Gurion vor 66 Jahren die Unabhängigkeit des Staates Israel erklärte, befand sich das Land bereits im Krieg. Bis heute müssen Frauen zwei, Männer drei Jahre zur Armee.  Israel – ein traumatisiertes Land, nachzuhören bei Deutschlandradio Kultur, „Aus der Jüdischen Welt“.

 

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Heiliger Tropfen

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Das Markenzeichen der „Milk & Honey Distillery“ – die schwarzgelbe Kuh.

Mitternacht in einer Kneipe.  Zwei Männer sitzen an der Bar. Die Schnapsgläser werden nachgefüllt. Die beiden haben eine Idee. Klingt nach einer Schnapsidee – die von Simon Fried in Amit Dror wird allerdings gerade verwirklicht. Sie wollen den ersten israelischen und damit auch koscheren Whiskey herstellen – Whiskey aus dem Heiligen Land. Milk & Honey Distillery heißt ihre Brennerei im Süden Tel Avivs. Die Geschichte ist in der Jüdischen Allgemeinen erschienen. 

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Die Franzosen kommen!

2013 war ein Rekordjahr, mehr als 3000 Franzosen haben „Aliyah gemacht“ – sie sind ins Gelobte Land ausgewandert. Die Wirtschaftskrise und der Antisemitismus treiben die Menschen aus dem Land. Israel lockt als Start-up Nation. Mittlerweile sind sogar französische Zentren in Israel entstanden.

Über französisches Leben in Israel – ein Beitrag für Deutschlandradio Kultur „Aus der jüdischen Welt“, hier nachzuhören.

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Vom Feind zum Retter

Littl Syrian girl and her fatherIn Israels Krankenhäuser wurden bislang 800 im Bürgerkrieg verletzte Syrer behandelt. Zurück in ihrer Heimat verschweigen die meisten aus Sicherheitsgründen, wo sie gerettet wurden.  Denn Israel gilt als Feindesland.

 

Meine Geschichte über Hassan und seine dreijährige Tochter, die von einem Schrapnell am Kopf getroffen wurde und 30 Prozent ihres Gehirns verloren hat, ist im Tagesspiegel erschienen und hier nachzulesen.

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