Advent, Advent.

Es ist nicht so leicht, im Heiligen Land an einen Adventskranz zu kommen. Aber dank guter Beziehungen und einem 1A-Dealerpärchen steht er ab heute auf meinem Schreibtisch: mein israelischer Adventskranz. Ich weiß, ich weiß, die geschulten Augen traditionsbewusster Adventskranzliebhaber werden jetzt entdecken, dass die Kerzen schäps hängen und die Deko fehlt. Aber auf Hinterhofmärkten in Israels Altstadt bekommt man kein weihnachtliches Fertigprodukt, sondern nur winterliche Rohmaterialien. Das heißt: Kranz und Kerzen. Getrennt. Wo soll man in diesem Land Adventskranzkerzenhalter herbekommen? Ich bin also auf Schaschlickspieße ausgewichen. Bei dem Versuch, die Stäbchen in die Kerzen zu bohren brach eine Kerze auseinander. An der offenen Flamme unseres Gasherds (zum ersten Mal bin ich froh, keine Cerankochfläche zu haben) habe ich versucht, die Kerzenhälften zusammenzuschmelzen. Ist mir auch gelungen. Da aber die Spieße zu instabil sind, um sie durch die Mitte des Kranzes zu stecken, stecken die Kerzen jetzt schräg im Adventskranz.  Und da ich keine Lust habe, die Bude hier in Brand zu stecken, werden die Kerzen in diesem Jahr ausbleiben. Macht nix, ich freue mich trotzdem und wünsche allseits einen schönen ersten Advent. Ich werde jetzt erst mal die Wachsreste vom Herd kratzen.

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