Tel Aviv ist immer glücklich

Partyhochburg am Mittelmeer, Herz der Start-up Nation, Anziehungspunkt für Künstler, Bohemiens, und politische Aktivisten. Tel Aviv hat viele Eigenschaften. Das verrückteste an dieser Stadt aber ist, dass sie das mitten im Nahen Osten geschafft hat. In einem Land, das vom Konflikt geprägt ist. Wer ein paar Tage durch Israel reist und am Ende in Tel Aviv landet, fühlt sich hier wie in einem kleinen Paradies, in dem man die Welt um sich herum schnell vergisst.

Tel Aviver sind unbeschwert, nehmen einem so schnell nichts krumm, schimpfen kurz und lächeln gleich wieder. Meist sind sie etwas ungeduldig, Zeit haben sie nämlich eher selten.  Sie sind immer ein bisschen zu spät, dafür aber unendlich spontan, egal zu welcher Uhrzeit. Sie arbeiten hart, haben viele Ideen, sind selten zu Hause. Vor allem aber sind sie – wie dieses wunderbare Video von Israel21c zeigt – sehr, sehr glücklich. Ich möchte in keiner anderen Stadt der Welt leben.

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Zeitung im Angebot

DANI5324Der israelischen Zeitung „Ma’ariv“ droht das Aus: Der jetzige Besitzer Shlomo Ben Tsvi kann die Gehälter nicht zahlen, der Treuhänder möchte das Blatt verkaufen.  Doch der Fall „Ma’ariv“ ist nur die Spitze des Eisbergs.

Der Anruf kam am Freitagnachmittag, kurz bevor in Israel der Schabbat beginnt. Die Geschäftsführung der Tageszeitung „Ma’ariv“ informierte die Redakteure, sie könnten am Samstagabend zu Hause bleiben, die Zeitung werde am darauffolgenden Tag nicht erscheinen. Der Eigentümer Shlomo Ben Tsvi, der das Blatt vor eineinhalb Jahren gekauft hat, ist zahlungsunfähig. „Wir haben uns entschieden, trotzdem zu kommen und das Blatt zu planen. So konnten wir die Seiten zumindest online veröffentlichen“, sagt die Redakteurin und Co-Leiterin des Betriebsrats, Gaby Goldman. „Hunderte Leser rufen seit Tagen an und fragen, wo ihre Zeitung bleibt.“ Weiterlesen? Die ganze Geschichte auf Tagesspiegel.de.

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Frau Merkel und die deutsch-israelischen Beziehungen

Es waren die größten deutsch-israelischen Tsp_MerkelsBesuch Regierungskonsultationen: Kanzlerin Angela Merkel kam Ende Februar mit fast dem gesamten Kabinett nach Jerusalem, um mit Premierminister Benjamin Netanjahu und den israelischen Ministern aktuelle  Themen und gemeinsame Projekte zu besprechen. In Sachen Siedlungsbau waren sich Merkel und Netanjahu nach wie vor einig, dass sie sich nicht einig sind. Deutlich wurde aber auch: Trotz der Meinungsverschiedenheiten besteht zwischen beiden Ländern eine besondere Freundschaft.

Für den Tagesspiegel habe ich mich bei jungen Israelis umgehört, was sie von Deutschland und der besonderen Freundschaft halten. Und für den Fernsehsender i24news habe ich das politische Zusammentreffen und die deutsch-israelischen Beziehungen im Allgemeinen kommentiert und analysiert.

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Wirtschaft braucht Frieden

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„Boykott“ und „Sanktionen“ sind zu Schlagworten der Friedensverhandlungen im Nahen Osten geworden. Immer wieder sind wirtschaftliche Argumente zu hören – nun auch vonseiten der Geschäftswelt selbst:  Rund 300 führende Businessleute aus Israel und Palästina haben sich zusammengeschlossen, um den Friedensprozess voranzutreiben. Ob beim Weltwirtschaftsforum in Davos oder mit einer Medienkampagne in Israel: „Breaking the Impasse“ kämpft mit ökonomischen Argumenten dafür, dass der Friedensvertrag unterzeichnet wird.

Die Geschichte ist im Tagesspiegel erschienen und hier nachzulesen.

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Erben gesucht

Tagesspiegel

Bislang war die Suche nach Kunstobjekten, die im Dritten Reich von den Nationalsozialisten gestohlen wurden, Sache der anderen Länder, nicht aber Israels. Nun widmet sich das Land der nicht ganz einfachen Aufgabe. Die staatlich gegründete Firma HaShava mit Sitz in Petach Tikwa bei Tel Aviv sucht nach Raubkunst in Israels Museen – und nach ihren rechtmäßigen Erben.

Artikel erschienen im Tagesspiegel, nachzulesen online.

In diesem Zusammenhang kann ich den Film „The Monuments Men“ empfehlen – tolle Besetzung, spannende Geschichte:

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Der Aufstand der Asylsuchenden

So etwas hat Israel noch nicht erlebt: Tausende Asylsuchende sind in Tel Aviv auf die Straße gegangen, um gegen die Asylpolitik des Landes zu protestieren. Die Aktion wirft Licht auf ein für Israel größer werdendes Problem.

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Der Anblick war überwältigend: Schätzungsweise 20.000 Flüchtlinge aus Eritrea und aus dem Sudan haben sich am Sonntag auf dem Rabin Square in Tel Aviv versammelt. Sie protestierten  gegen die neusten politischen Entwicklungen im Umgang mit den Flüchtlingen. So dürfen diese beispielsweise ein Jahr lang ohne Gerichtsverfahren eingesperrt werden. Die illegalen Einwanderer wollen, dass ihre Anträge auf Asyl überprüft werden.

Haile Menoisteab aus Eritrea, 34 Jahre alt, erklärt, warum er und tausend andere Asylsuchende protestieren.

Junge Männer und Frauen mit Kinderwägen zogen bereits am Morgen vom Levinsky Park im Süden der Stadt zu dem Platz vor dem Rathaus. Einige der Teilnehmer trugen T-Shirts mit der Aufschrift „No more prison. We want freedom“ – ein Slogan, den die Menschenmenge auf dem Platz immer wieder rief.

Haile Menoisteab erzählt, warum so viele Menschen aus Eritrea nach Israel kommen.

In den vergangenen Wochen kam es in Israel immer wieder zu Protestaktionen von Flüchtlingen. So viele Menschen wie an diesem Sonntag kamen aber bislang nicht zusammen. Diesmal wollen die Asylsuchenden drei Tage lang in den Streik treten. Viele von ihnen arbeiten in Küchen von Bars und Restaurants oder als Reinigungskräfte. An Dienstag soll es laut Medienberichten weitere Demonstrationen entlang der Hayarkon Straße geben, wo viele Botschaften ansässig sind. 

Was tun mit schätzungsweise 50.000 Flüchtlingen? Wo verläuft die Grenze zwischen dem Schutz von Verfolgten und dem Schutz vor Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen einwandern? Neben vielen anderen Problemen hat Israel nun ein weiteres, das es mit einigen europäischen Staaten teilt. Hinzu kommt in Israel aber noch die Frage nach der Identität des Landes. Mehr zu diesem Thema demnächst hier.

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Studieren trotz geistiger Behinderung


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An der Bar Ilan Universität nahe Tel Aviv können geistig behinderte Menschen einen Studienabschluss erlangen.

„Ozmot“ heißt das Programm, das sie auf das Studium vorbereitet. Es beruht auf der Theorie von Hefziba Lifshitz Vahav. Sie ist sich sicher: Die Lernfähigkeit von geistig Behinderten nimmt im Alter zu.  Was und wie die Studenten lernen, welche Träume sie haben und wie Hefziba Lifshitz Vahav auf die Idee kam, ist beim Deutschlandfunk nachzuhören und in der Jüdischen Allgemeinen nachzulesen.

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Der Sommer-Sonne-Apfelbaum-Traum

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Vom Leben einer Deutschen im Kibbuz. 

Claudia Adada, in einem Vorort von Stuttgart aufgewachsen, hat sich vor mehr als 30 Jahren  für ein Leben im Kibbuz entschieden – ein Leben in einer Kollektivsiedlung, ohne eigenes Einkommen, ohne eigenes Auto, dafür mit viel Grün und vor den Toren Jerusalems. Jeder sollte hier so viel arbeiten wie er kann, und dafür genau das bekommen, was er zum Leben braucht. Doch so richtig will das System Kibbuz heute nicht mehr funktionieren – und auch Claudia, heute 57 Jahre alt, sieht mittlerweile vieles anders. Die Geschichte ist im Tagesspiegel und in der Stuttgarter Zeitung erschienen und als Radiostück bei  WDR2 gelaufen.

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Wie Israel schmeckt…

Tom Franz… hat Tom Franz in seinem ersten Kochbuch aufgeschrieben. Der gebürtige Kölner hat die israelische Show „Masterchef“ gewonnen und dabei – mit guten Ideen und deutscher Genauigkeit – die Herzen der Israelis erobert.  Nun pendelt er als kulinarischer Botschafter zwischen Israel und Deutschland, denkt über eine Reibekuchen-Bude in Tel Aviv nach und stellt in seinem Buch „So schmeckt Israel“  israelische Gerichte mit deutscher Note vor. Ein Porträt über Tom Franz lief bei DRadio Kultur

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Sprachkurs vor der Haustür

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„Streetwise“ heißen die Stadttouren in Tel Aviv von Guy Sharett. Die Teilnehmer erfahren nicht nur etwas über die Werke von israelischen Graffiti-Künstlern, sondern lernen ganz nebenbei auch noch das Hebräisch der Straße. Wie das klingt, ist bei DRadio Kultur nachzuhören. 

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